Geballte Kunst aus zehn Jahren Autorenpreis

Zehn Jahre Autoren- und Produzentenpreis – vier Gewinner präsentieren sich
vom 24. bis 28. September
Nach zehn Jahren lohnt sich der Blick zurück  – findet das Team der Schwankhalle. Welchen künstlerischen Output gab es? Was überraschte, beeindruckte und motivierte? Theatermacher, Hörspielproduzenten und Künstler aus ganz Deutschland können sich seit dem Jahr 2004 dort mit genreübergreifenden Arbeiten um den Autoren- und Produzentenpreis bewerben. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro wird durch Unterstützung der Bremer Karin und Uwe Hollweg-Stiftung gestiftet. Das Renommee der Auszeichnung ist mittlerweile republikweit bekannt: „In diesem Jahr hatten wir 130 Bewerber, so viel wie noch nie“, sagt Susanne von Essen von der Schwankhalle.
Anlässlich des Autorenpreis-Festivals wird die Bühne vom 24. bis 28. September gleich von vier aktuellen und ehemaligen Gewinnern – einzeln oder im Team – bespielt. Preisträger der vergangenen Jahre suchen das Haus erneut auf und zeigen, welchen Weg sie eingeschlagen haben.

Die Erste, die sich über das Preisgeld freute, war 2004 Maren Strack. Am Mittwoch, 24. September, (ab 19 Uhr) zeigt die vielseitig talentierte Künstlerin – sie ist Choreografin, Bildhauerin, Flamencotänzerin und Musikerin – zwei Werke: „Ytong“ und „Reservereifen“. Letzteres gehört zur Performance „Figure 8 Race“, die damals den Autorenpreis bekam. „Mit dem Gewinn und der Unterstützung der Schwankhalle konnten wir noch einmal intensiv an dem Stück arbeiten. Wir haben geforscht und eine zweite Version entwickelt mit sehr präzisen Interaktion von Bewegung, Video und Ton“, sagt Strack.

Arne Vogelgesang konnte im vergangenen Jahren die Lorbeeren nach Hause tragen. Das Vorhaben, den NSU-Prozess als Grundlage einer Performance auf die Bühne zu bringen, überzeugte die Jury. Die Uraufführung der Performance „Untergrund“ wird am Donnerstag, 25. September, (20 Uhr) gezeigt.

↓ Programm
14. preenacting europe 1
13. maren strack 2
9. wie das meer nach hause kam 2
10. untergrund 1

Interrobang / Susann Maria Hempel / internil / Maren Strack

Susann Maria Hempel war Erste im Jahr 2012. Sie wird derzeit als ein Star der Kunstszene gefeiert. Die Filmemacherin ist auch als Schauspielerin und Performance-Künstlerin aktiv. Ihre Ausstellung ›Wie das Meer nach Hause kam oder Das Rumoren der Archive Reloaded: Magenrumpeln‹ wird ab Mittwoch, 24. September, (19 Uhr), täglich in der Schwankhalle zu sehen sein. Hempel hegt eine Leidenschaft für Kaputtes, Weggeworfenes und alten Schrott. Im ersten Moment wirkt die Ansammlung wie das Werk eines Messies. Wer genauer hinsieht, wird liebevoll geordnete Kategorien finden.

Mit Interrobang erobern Nina Tecklenburg, Lajos Talamonti und Till Müller-Klug die Bühne. Letzterer überzeugte die Jury 2008. Jetzt kommen sie zurück mit der Performance „Preenacting Europe“. Die Premiere in Berlin ist erfolgreich verlaufen. Am Sonnabend, 27. September, (20 Uhr) fordern die Künstler das Bremer Publikum auf, die Idee von Europa neu zu überdenken. Wie sieht die Zukunft des Völkerbundes aus? Wie reagieren wir auf steigende Jugendarbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Fremdängste und Euroskepsis? In „Preenacting Europe“ entscheidet das Publikum per Live-Abstimmung die politische Richtung.

Termine

Mi 24.09.2014 | 19:30 Uhr | Ausstellungseröffnung 
| Geöffnet von Do 25. bis So 28.09.2014 | jeweils 16 bis 22 Uhr
‹Wie das Meer nach Hause kam oder Das Rumoren der Archive Reloaded: Magenrumpeln› 
Susann Maria Hempel
Autoren- und Produzentenpreis 2012

Mi 24.09.2014 | 19:00 Uhr + 20:30 Uhr | Schwankhalle
‹Reservereifen› + ‹Ytong› Maren Strack
Zwei Performances der Autorenpreisträgerin 2004

Do 25. + Fr 26.09.2014 | 20:00 Uhr | Uraufführung
‹UNTERGRUND› internil

Gewinner des Bremer Autoren- und Produzentenpreis 2013

Sa 27.09.2014 | 20:00 Uhr
‹Preenacting Europe› Interrobang
Autoren- und Produzentenpreisträger 2008

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