Liliom

Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Wieder am Do, 16., Fr, 17. und Fr, 24., Sa, 25. April

‚Liliom, der Strolch, versucht einen Raubmord. Weil er für sein noch ungeborenes Kind Geld schaffen will. Er gehorcht der Liebe. Aber nicht der Liebe als sanftem Zauber, sondern der Liebe als unentrinnbarem Naturgesetz. Es ist das Schöne an dieser gefühlvollen Dichtung, daß sie Gefühl entpathetisiert. Gut und Böse sind hier nicht sittliche Kategorien, sondern: Kräfte. Unablenkbar wie die ewigen Sterne, bestimmen sie, formen des Menschen Schicksal und bauen seine innere Welt. Liebe ist ein Gegebenes, gleich etwa der Schwere oder der Zentrifugalkraft. Von der Gewalt ihres Befehlens spricht Molnárs Vorstadtlegende.‘ (Alfred Polgar über Liliom)

‚Jeder hat schon einmal eine Schießbude im Stadtwäldchen gesehen. Erinnern Sie sich daran, wie kindisch, wie komisch alle Figuren dargestellt sind? Arme, schlechte Schildermaler malen diese Figuren so, wie sie sich das Leben vorstellen. Ich wollte das Stück auch in solcher Weise schreiben. Mit den Gedanken eines armen Schaukelgesellen im Stadtwäldchen, mit seiner Phantasie und seiner Ungehobeltheit.‘ (Franz Molnár)

LILIOM ist Volksstück, Tragödie, Märchen und Sozialdrama. Der ungarische Autor Ferenc Molnár schuf mit seinem Werk einen modernen Klassiker, der seine Wirkung als fantastische „Vorstadtlegende in sieben Bildern“ nicht verfehlt. 1909 in Budapest uraufgeführt, zieht LILIOM bis heute mit seiner Romantik und seiner Ungehobeltheit das Publikum in seinen Bann.
Die Hauptfigur Liliom setzt den Zuschauer moralischen und ethischen Fragen aus, die an sich leicht zu beantworten sein sollten. Aber die Identifikation mit ihm macht eine klare Haltung zu Liliom und seinem Handeln schwierig; nicht zuletzt das Ende lässt einen noch lange nachdenken. Selbst für heutiges Theater und für heutiges Publikum, das durch andere Medien viel gewohnt zu sein vorgibt, ist der Ausgang des Stückes schwer zu verdauen.

↓ Programm
Bildschirmfoto 2014-11-06 um 17.57.10
Img 1029liliom fotoclaudiahoppens
Img 1738liliom fotoclaudiahoppens
Img 1977liliom fotoclaudiahoppens kopie

Termine & Tickets

25.02.2015 | 20:00
Liliom
Öffentliche Probe
Schwankhalle

06.03.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Premiere | Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár | Nur noch Restkarten an der AK
Schwankhalle

08.03.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

20.03.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

21.03.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

22.03.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

02.04.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár | Sonderveranstaltung des Weserkuriers
Schwankhalle

03.04.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

05.04.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

16.04.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

17.04.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

24.04.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

25.04.2015 | 20:00 | Ticket kaufen »
Liliom
Eine Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
Schwankhalle

↓ Programm

Termine/ Mitwirkende

Mit: Lina Hoppe, Denis Fischer, Martin Leßmann, Angela Weinzierl, Tim Gerhards, Marion Gretchen Schmitz, Claus Franke, Jacky Ballon, Michael Pundt, Carsten Sauer, Lukas Zerbst
| Regie: Anna Bartholdy und Peer Gahmert | Licht & Bühne: Heiko Windrath | Video: Lukas Zerbst | Musik: Carsten Sauer | Kostüme: Harm Coordes
Regieassistenz: Jeyan Kültür | Produktionsleitung: Jonte von Döllen | Technik: Florian Sommer, Thomas Virnich
Eine Produktion der Schwankhalle Bremen

Öffentliche Probe am Mi, 25. Februar | 20:00 Uhr

Premiere am, Fr, 06. März | 20:00 Uhr
Spieltermine:
So, 08./ Fr, Sa, So, 20./ 21./ 22. März 2015
Do, 02. (Sonderveranstaltung)/ Fr, 03./So, 05./ Do, 16./ Fr, 17./ Fr, 24./ Sa, 25. April 2015 | jew. 20:00 Uhr

Presse

‚Es ist nicht nur eine sorgfältige Detailarbeit, die diese Inszenierung so sehenswert macht, sondern ebenso – und vor allem – die präzise Personenregie. Da sitzt jede Bewegung, jede Geste und jeder Blick. Denis Fischer zeigt als Liliom vollkommen unspektakulär jene sanfte Verletzlichkeit, die hinter dem Hallodri steckt, der seine Geliebte schlägt. Und der 27-jährigen Lina Hoppe gelingt als Julie ein sagenhaft gutes Spiel aus Unterwerfung und Bestimmtheit. Auch die weiteren Rollen sind mit Martin Leßmann Tim Gerhards, Carsten Sauer, Lukas Zerbst Marion Gretchen Schmitz, Claus Franke und Jacky Ballon gut besetzt – bis hinein in die Nebenrollen, was Angela Weinzierl als völlig überdrehte Karussell-Kommandantin Frau Muskat ganz großartig beweist. Zur Belohnung gibt es langen Beifall vom Premierenpublikum.‘
Der tiefe Fall eines gewaltsamen Hallodris
Lars Warnecke in der Kreiszeitung 09.03.2015

‚[..]kein ambitioniertes Konzept [versperrt] den Blick auf die Bühne, die ein kahler schwarzer Bretterkreis ist, selbst Lukas Zerbsts feine Videoprojektionen halten sich trotz plastischer Qualitäten – eine krasse Achterbahn! – allzu dezent im Hintergrund. Und vorne darf Denis Fischer sich ausprollen: Und tut das auch. Es macht Riesenspaß ihm dabei zuzuschauen, seiner Hilflosigkeit vor den dies- und jenseitigen Autoritäten, die Martin Leßmann mit sadistischer Freude an der Macht ausstattet, und noch mehr seiner Ratlosigkeit vor der unwahrscheinlichen Liebe Julies. Die Zumutung, diese glaubwürdig zu machen, gelingt Lina Hoppe auf bezaubernde Weise, sodass sich ein Schauspielabend ergibt, über den sich viele Stadttheater freuen könnten.‘
Freier Blick aufs kahle Rund
Benno Schirrmeister in der taz 09.03.2015

Ein großes Herz für sentimentales Schauspielertheater
Sven Garbade im Weserkurier 11.03.2015

Tickets
reservieren

Tel. 0421 520 80 70
(Mo-Fr. 10 - 15 Uhr oder AB)
Reservierung für Rollstuhlfahrerplätze empfohlen