»Die Blumen des Bösen« Christian Redl & Vlatko Kucan

Ein musikalischer Abend mit Texten von Charles Baudelaire
Am So, 19. Oktober | 19 Uhr in der HAVARIE
anschließend DJ: PINKY ROSE

„Wenn sie gelingt, dann ist Sprache wie Musik“, so die Welt anläßlich der Premiere im Deutschen Schauspielhaus Hamburg. „Dann hat sie Melodie und Rhythmus, Harmonie und Dissonanz, dann ist sie mehr, viel mehr, als sie sagen kann. Dann malt sie Bilder, schafft Stimmungen, Atmosphären, Emotionen.“ Christian Redl und Valtko Kucan ist dies mit Die Blumen des Bösen eindrucksvoll gelungen. Die Sprache wird bei ihnen zu Musik und die Musik zu Sprache.

Die Blumen des Bösen - ein epochales Werk, durchschreiten Christian Redl und Valtko Kucan mit den Mitteln einer akustischen Inszenierung. Die Musik oder besser die Klangkulisse, die Vlatko Kucan für Christan Redl schafft, illustriert nicht, sondern schafft den Gedichten ihren jeweils ganz eigenen Raum. Und Christian Redl gelingt es als Sprecher auf einmalige Weise, die subtilen Ausdrucksmöglichkeiten eines Sängers zu nutzen. Er ist Solist und Ensemblemitglied in einem, seine Stimme stets auch Teil der jeweiligen musikalischen Textur. In diesem Miteinander/Zusammenspiel scheinen Baudelaires Gedichte in ihrer ganzen sprachlichen Intensität und Schönheit auf.

Charles Baudelaire ist gleichsam so etwas wie ein später Popstar der Weltliteratur. Seine Les Fleurs du Mal markieren den Beginn der Moderne in der europäischen Dichtung. Baudelaire, der früh ein Leben als Bohémien führte, besingt darin die Liebe, die Wollust, den weiblichen Körper. Aber auch den Tod, die Verwesung, die niederen Triebe. Die wilde und dreckige Großstadt.

 Christian Redl – Stimme | Vlatko Kucan – Klarinette, Saxophone, Melodika, Harmonia, Zither, | Sven Kerschek – Gitarre | Dirk Achim Dhonau – Perkussion

Bludboesn redl blumen postkarte web
Bludboesen kucan redl web
Bludboesen redl kucan hoeksma dhonau web

Termine & Tickets

19.10.2014 | 19:00 | Ticket kaufen »
»Die Blumen des Bösen« Christian Redl & Vlatko Kucan
Schwankhalle HAVARIE

↓ Programm

Pressestimmen

„Alles scheint möglich, wenn sich die Stimme des mit seelischen Abgründen bestens vertrauten Schauspielers Christian Redls am Rande des Flüsterns mit den Sätzen Baudelaires verbindet, wenn sie in schnellem Beat eine Phrase liest, dann das Tempo radikal zurückschraubt und die einzelnen Worte bis an den Rand der Zusammenhanglosigkeit auseinander zieht. Mit Die Blumen des Bösen präsentieren Redl und Kucan ihre Vorstellung der gegenseitigen Befruchtung von Sprache und Musik, an der Spannung dieser Vision müssen sich alle anderen messen lassen.“ (Die Welt)

„Christian Redl und Vlatko Kucan haben den Fleurs du Mal in einer einzigartigen sprachlichen und musikalischen Umsetzung gehuldigt. Auf radikale Weise nähern sich der Sprachartist und die Avantgardemusiker diesem Meilenstein der Dichtkunst.“ (Südwestpresse)

Theater + Konzerte in der Havarie

Rauminstallation/ Kneipe/ Bühne von Anja Fußbach und Tobias Lange vom 08. bis 19. Oktober 2014 in der Schwankhalle mit täglichem Programm!

08.Oktober | 20 Uhr RAUSCH Theater nach August Strindberg und Falk Richter
09.Oktober | 20 Uhr RAUSCH Theater nach August Strindberg und Falk Richter  | 21:30 Uhr JAKOB JAKOB Konzert
10. Oktober | 20 Uhr RAUSCH Theater nach August Strindberg und Falk Richter | 21:30 Uhr DIGGER BARNES Konzert
11. Oktober | 21:30 Uhr FELIX KUBIN Konzert
12. Oktober | 19:00 Uhr STATION 17 ‹Alles für alle Tour› Konzert                      
13. Oktober | 21:30 Uhr  GUT Konzert

14. Oktober | 21:30 Uhr THE GENTLE LURCH Konzert
15. Oktober | 20:00 Uhr MONARCH Theater | 21:30 Uhr DIE SONNE Konzert
16. Oktober | 20:00 Uhr MONARCH Theater | 21:30 Uhr TONIA REEH + RUDI FISCHERLEHNER Konzert
17. Oktober | 20:00 Uhr MONARCH Theater | 21:30 Uhr SPAGHETTI WINGS Konzert
18. Oktober | 19:00 Uhr RIKE SCHEFFLER Konzert | 21:30 Uhr SØS GUNVER RYBERG Konzert
19. Oktober | 19:00 Uhr ›DIE BLUMEN DES BÖSEN‹ CHRISTIAN REDL & VLATKO KUCAN Konzert Performance

Die Rauminstallation HAVARIE von Anja Fußbach und Tobias Lange ersetzt die vermeintlich lineare Bewegung durch Zeit und Raum durch ein assoziatives Verbinden und spielerisches Komponieren beweglicher Objekte. Der Besucher betritt ein Heterotop (aus gr. hetero / anders, topos / Ort). Kirchen, Galerien, Gefängnisse, Kneipen und Festsäle - all diese Orte sind befrachtet mit Utopien. Das Heterotop der ideellen Kneipe ist aufgeladen mit (Alb-)Träumen, Sehnsüchten und Ängsten; mit Leidenschaften und Erinnerungen. Nicht scharf umrissen, sondern skizzenhaft, verschwommen. Durchlässig für neue Bedeutungen, indem es festgelegte Strukturen auflöst und zu Variablen macht.
Die „Havarie“ ist nicht mehr und nicht weniger als die Abstraktion eines bekannten Raumes: eine auf ihre Grundausstattung reduzierte Kneipe. Wände, Möbel, Tresen, Musikbox, Getränke - alles auf Rollen. Alles folgt der eigenen Entscheidung, setzt sich zu den Besuchern in Beziehung und wird von ihnen in Beziehung gesetzt.

Die HAVARIE war erstmalig zu sehen im Alten Saal der Schwankhalle vom September bis Dezember 2013 und war Kontext für Gastspiele, Lesungen, kleine Formate, Reihen und Theaterproduktionen.

Tickets
reservieren

Tel. 0421 520 80 70
(Mo-Fr. 10 - 15 Uhr oder AB)
Reservierung für Rollstuhlfahrerplätze empfohlen