Die Sonne

Konzert am 15. Oktober 21:30 Uhr in der Havarie
ab 19 Uhr geöffnet DJ: PINKY ROSE
20:00- 21:00 Uhr Theater MONARCH

Ursprünglich taten sich Oli und Bene mit Boris Rogowski (E-Gitarre), Roland Münchow (Bass) und Claus Schulte (Schlagzeug) zusammen, weil sie ihre bewährte Kammerbesetzung – Piano/Synthie, Bass, Drum Machine – für ein neues ›Wolke‹ -Album um einige Farben bereichern wollten.
Doch recht schnell merkten sie, dass da etwas grundlegend anderes entstand, nämlich eine BAND mit völlig neuer Dynamik, erweitertem Spielspaß und expliziten Karriereambitionen. Kein Let's Dance-Sternchen, kein grauer Klumpen-Zwergplanet, sondern eben: DIE SONNE!



Und wie die Gaskugel, in deren Licht wir wandeln, beherrscht auch die Kölner Band die ganze meteorologische Palette der Erscheinungsbilder. Mal gleißend hell und grundlos zufrieden wie in „Neu erfunden“, der euphorisierenden Single: Hier kommt das Glücksversprechen auf dem Goldwagen geritten, gezogen von einer hybrischen Afrogitarre, und im Sauerstoffrausch ruft das lyrische Ich original 32 Mal "immer", bis es schließlich bei "froh" landet.
Hier singen Klarheit und Ernüchterung ohne Angst. Aber die Band dahinter formuliert die große Geste, dehnt jeden Buchstaben von Pop ins Endlose. Sowieso klingt die Musik auf dieser Platte leicht und gleichwohl zwingend, wie selten etwas aus Kartoffelland. Feinste Melodiebögen schwingen über Hallfahnen und der Beat treibt und federt.



Das alles wäre nicht so wahnsinnig interessant, schöne Songs gibt‘s in jedem Laden, gäbe es auf diesem Album nicht diese schillernden Brüche zwischen den Zeilen und Noten. Oliver singt einmal: „Als ich eine Taube war, war ich keine weiße und nicht für den Frieden.“ Dieses Bild kann für die ganze Platte stehen. Verzweiflung wird hier in Seide gewandet und Harmonie mit Rostfarbe übermalt. Beim Rocksong (oh ja, das ist er) „Wir sind wir“ folgt unmittelbar auf die Zeilen „Ich bin ich, du bist du und wir sind wir“ die Faust des Sängers mit „wir sind zwei Teile eines Ganzen, können allein nicht existieren, wir könnens` probieren, doch wir verlieren.“ Und die Gitarren zerren und achteln, bis es ein jeder verstanden hat. Im letzten Stück, „Ahnung von Dir“, singt Oliver „Du bist ein schlechter Mensch, du bist kein schlechter Mensch“ – und ich denke, genau darum geht es: die Widersprüche zu feiern! Nichts ist, wie es scheint. Jeder ist alles gleichzeitig. Und über allen strahlt Die Sonne. Was für eine Platte!

Poster sonne web
Die sonne crew credit sibylle mall web

Theater + Konzerte in der Havarie

Rauminstallation/ Kneipe/ Bühne von Anja Fußbach und Tobias Lange vom 09. bis 19. Oktober 2014 in der Schwankhalle mit täglichem Programm!

08.Oktober | 20 Uhr RAUSCH Theater nach August Strindberg und Falk Richter
09.Oktober | 20 Uhr RAUSCH Theater nach August Strindberg und Falk Richter  | 21:30 Uhr JAKOB JAKOB Konzert
10. Oktober | 20 Uhr RAUSCH Theater nach August Strindberg und Falk Richter | 21:30 Uhr DIGGER BARNES Konzert
11. Oktober | 21:30 Uhr FELIX KUBIN Konzert
12. Oktober | 19:00 Uhr STATION 17 ‹Alles für alle Tour› Konzert                      
13. Oktober | 21:30 Uhr  GUT Konzert

14. Oktober | 21:30 Uhr THE GENTLE LURCH Konzert
15. Oktober | 20:00 Uhr MONARCH Theater | 21:30 Uhr DIE SONNE Konzert
16. Oktober | 20:00 Uhr MONARCH Theater | 21:30 Uhr TONIA REEH + RUDI FISCHERLEHNER Konzert
17. Oktober | 20:00 Uhr MONARCH Theater | 21:30 Uhr SPAGHETTI WINGS Konzert
18. Oktober | 19:00 Uhr RIKE SCHEFFLER Konzert | 21:30 Uhr SØS GUNVER RYBERG Konzert
19. Oktober | 19:00 Uhr ›DIE BLUMEN DES BÖSEN‹ CHRISTIAN REDL & VLATKO KUCAN Konzert Performance

Die Rauminstallation HAVARIE von Anja Fußbach und Tobias Lange ersetzt die vermeintlich lineare Bewegung durch Zeit und Raum durch ein assoziatives Verbinden und spielerisches Komponieren beweglicher Objekte. Der Besucher betritt ein Heterotop (aus gr. hetero / anders, topos / Ort). Kirchen, Galerien, Gefängnisse, Kneipen und Festsäle - all diese Orte sind befrachtet mit Utopien. Das Heterotop der ideellen Kneipe ist aufgeladen mit (Alb-)Träumen, Sehnsüchten und Ängsten; mit Leidenschaften und Erinnerungen. Nicht scharf umrissen, sondern skizzenhaft, verschwommen. Durchlässig für neue Bedeutungen, indem es festgelegte Strukturen auflöst und zu Variablen macht.
Die „Havarie“ ist nicht mehr und nicht weniger als die Abstraktion eines bekannten Raumes: eine auf ihre Grundausstattung reduzierte Kneipe. Wände, Möbel, Tresen, Musikbox, Getränke - alles auf Rollen. Alles folgt der eigenen Entscheidung, setzt sich zu den Besuchern in Beziehung und wird von ihnen in Beziehung gesetzt.

Die HAVARIE war erstmalig zu sehen im Alten Saal der Schwankhalle vom September bis Dezember 2013 und war Kontext für Gastspiele, Lesungen, kleine Formate, Reihen und Theaterproduktionen.


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Tel. 0421 520 80 70
(Mo-Fr. 10 - 15 Uhr oder AB)
Reservierung für Rollstuhlfahrerplätze empfohlen