»Er will doch nur streiten« mit Peter Gagelmann

Die Talkshow, wo was rauskommt – mit Axel Brüggemann und Gast.
Die nächste Ausgabe ist am Mi, 19.03.2014 | 19:30 Uhr
Zu Gast ist Peter Gagelmann
Für musikalische Sidekicks sorgt The Dad Horse Experience

Axel Brüggemann ist ein erfahrener Fernsehmoderator, der für ZDF und arte Opernabende präsentiert. Er sitzt in der Jury von „Ich trage einen großen Namen“, arbeitet als Journalist u.a. für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und den „Freitag“. Er hat Bücher über Politik, Gesellschaft und Kultur veröffentlicht. Er wohnt in Bremen und Wien. Doch mit Schöngeist und Wiener Höflichkeit hat es jetzt ein Ende: „Er will doch nur streiten!“ Unter diesem Titel startet Brüggemann mit der Schwankhalle eine Talk-Revue: Fernsehen ohne Kameras – es kann also offen gesprochen und gestritten werden. Überregional bekannte Bremer und Menschen, die etwas in dieser Stadt bewegen, werden kurzweilig und sehr persönlich vorgestellt. Unter dem Namen „Havarie“ wurde der Alte Saal der Schwankhalle zu einer Kneipe umfunktioniert. Diese „Raumschaffung“, folgt ihren ganz eigenen Gesetzen und fordert die Zuschauer zu geistiger und physischer Beweglichkeit auf: Der passende Ort für Brüggemann. Er unterhält sich hier mit seinem Gast über dessen Leben, dessen Karriere, über Projekte und aktuelle Fragen: Kontrovers, persönlich und mit dem Ziel, sprechend und streitend neue Ideen zu entwickeln. Am Ende steht ein Deal: „Wir machen das!“ – die Talkshow, wo was rauskommt. Kommentiert, aufgelockert und befeuert wird der Talk durch künstlerische Einschübe, Lieblingslieder, Spiele und Anekdoten, echte und falsche Kollegen, Feinde und Freunde des Gastes. Im monatlichen Rhythmus heißt es also: Schluss mit der Lieb sein-Politik! Gemeinsam für und mit Bremen, rückbesinnen wir uns auf eine Tradition der Streitkultur dieser Stadt! 
Fragen, Zweifeln, Kämpfen, Brüllen, Verteidigen, Fordern, Drohen, Verfolgen, Angreifen, Lieben und Leiden - alles wird durchgespielt. Wir bleiben Streitbar. Einmal im Monat.

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Gast

Nächster Gast in Axel Brüggemanns Talk-Revue „Er will doch nur streiten“ in der Schwankhalle am 19. März ist der Bundesliga-Schiedsrichter Peter Gagelmann. Nachdem Werders Ex-Boss Jürgen L. Born bei Brüggemann bereits Bockwurst und Senf gegessen und über Werder-Interna geplaudert hat, geht es nun um das ganz große Spiel: Gagelmann pfeift Stars wie Ribéry und Robben zurecht, muss Jürgen Klopp zähmen und ist am Ende für die Fans einer Mannschaft doch immer der Buhmann. Hauptberuflich arbeitet er im Bremer Mercedes-Werk, an den Wochenenden steht er auf dem Platz im Flutlicht.
Wie wird man Schiedsrichter? Was für eine Mentalität braucht man? Wie findet man Ausgleich? Wie ist man dem Druck von Millionen „Besserwissern“ gewachsen? Und vor allen Dingen: Wie erklärt man Abseits? 
Natürlich wird bei Brüggemann auch wieder gespielt und mitgemacht: Wie gut ist der Schiri an der Playstation? Es gibt Taktik-Tafeln, Fußballhistorie und das Publikum darf mitpfeifen und beweisen, dass es besser entscheidet als der Profi. Wie immer gibt es nicht ganz ernst gemeinte Aufgaben für den Gast, einen Porträtmaler, der mit flinker Hand die besten Szenen des Abends festhalten wird und natürlich Musik: The Dad Horse Experience zeigt sich endlich wieder in Bremen.
Ein lustvoll harter Talk – aber garantiert ohne Foul und Pfeifen. 
Peter Gagelmann, schon lange ein Wunschgast von Axel Brüggemann, hat kurzfristig zugesagt, nachdem Klaus Wedemeier für den 19. März leider absagen musste.  
"Er will doch nur Streiten" ist eine Mischung aus "3nach9", "Zimmer Frei" und "Inas Nacht" - eine Streitrevue für Bremen.

Peter Gagelmann ist gebürtiger Bremer und erfahrener Schiedsrichter: über 190 Spiele hat er in der ersten Liga gepfiffen und auch DFB-Pokalspiele geleitet, darunter das Finale 2012 zwischen Bayern München und Borussia Dortmund. Nicht immer sind seine Entscheidungen unumstritten; aber in der Liga und unter vielen Fans gilt er als einer der Besten seines Fachs. Hauptberuflich ist Gagelmann bei Daimler-Benz in Bremen als Veranstaltungsmanager tätig.

Musik: The Dad Horse Experience

Manche Dinge brauchen ihre Zeit: Erst mit 40 Jahren begann Dad Horse Ottn auf einem geschenkten Tenorbanjo Musik zu machen, beseelt davon, seiner spirituellen Suche einen Klang zu geben. Hawkwind, Washington Phillips und Johnny Cash gaben ihm Geleit.
Ottn selbst singt und klingt mit seiner Dad Horse Experience dabei eher wie ein Hank Williams, der nicht schon vor seinem 30. Geburtstag auf dem Rücksitz seines Wagens an einer Überdosis starb. Wobei auch das nicht auszuschließen gewesen wäre...
In der rudimentären Begleitung seiner Songs, in der Klage seines Gesangs schwingt die spartanische Intensität des weißen Country-Gospels aus den Appalachen mit. Seine Lyrik verhandelt inbrünstig die sengende Selbstkritik der gequälten Sünderseele, nicht ohne regelmäßig einen kräftigen Schluck aus der Pulle abgründigen Humors zu nehmen. Als Soloprojekt erfreut The Dad Horse Experience sich inzwischen internationaler Anerkennung und tourt regelmäßig durch Europa, Russland, Australien und die USA.

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