ZODIAK TRIO

Hochöfen statt Hochkultur! Säure, ätzend und doch für industrielle, sprich produktive Prozesse unverzichtbar. Material wird bewegt, zerlegt und neu zusammengesetzt. Aggregatzustände verändern sich, was eben noch fest und unverrückbar erschien, löst sich plötzlich im zischenden Dampfstrahl auf. All das erzeugt Reibung, Hitze und Lärm. Der Aufwand ist ganz unterschiedlich, mal braucht’s nur wenige Sekunden, dann wieder reichen zehn Minuten kaum aus. Das Essener Zodiak Trio holt zum dritten Streich aus. Doch was heißt hier Essen? Trompeter John-Dennis Renken und Gitarrist Andreas Wahl kommen nach wie vor aus der Ruhr-Metropole, die sich durch ihr kreativ unentschiedenes Verhältnis zu Tradition und Fortschritt auszeichnet. Drummer Bernd Oezsevim hat seine Zelte jedoch längst in Berlin aufgeschlagen. Das Zodiak Trio gehört somit zu jener aktuell äußerst fruchtbaren Klang-Achse Berlin-NRW, die auch durch Gruppen wie Grünen, Bellbird, Tobias Hoffmanns Fallschirme, Expressway Sketches und andere mehr beschrieben wird. Doch der Wirkungsgrad des Trios reicht weit über die Ostwest-Latitude des deutschen Jazzgeschehens hinaus. Das Zodiak Trio muss sich eher in internationalen Maßstäben messen lassen.

Alles, was sich zum letzten Album, dem 2010 erschienenen „Q-Train“ sagen ließ, trifft auch auf die neue Platte zu, und doch sind ein paar wesentliche Akzente völlig anders gesetzt. Es handelt sich nach wie vor um elektrischen Power Jazz, der mit jeder Erwartungshaltung bricht und aus einer zutiefst ehrlich empfundenen inneren Notwendigkeit geboren wird. Doch mitten im atemlosen Sprint auf einem Pflaster voller Ölpfützen und Glassplitter kann sich das Trio auch in die Hängematte fallen lassen und entspannt innehalten. Kontraste, Gegensätze, scharfe Konturen und Abgrenzungen sind die Alleinstellungsmerkmale von „Acid“.

Zodiaktrio web2
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Besetzung

John-Dennis Renken: trumpet, electronics
Andreas Wahl: guitar

Bernd Oezsevim: drums

Presse

„[...] Toll. Ein faszinierend eingespieltes Trio, das unter Powerjazz firmiert.“ (Udo Feist / Zeitzeichen / Nov 2012)
„[...] ... daraus entsteht dann der ganz eigene Zodiak-Sound. Und der setzt sich von dem ab, was heute von deutschen und sogar von europäischen Jazzformationen geboten wird.“ [...] „Wer wissen will, wie Jazz heute klingt und welche Richtung es gehen könnte, der sollte sich „ACID“ zu Gemüte führen.“ (Olaf Maikopf / SONIC / Jan_Feb 2013)
„[...] ...diese Art von Jazz, wenn es denn Jazz ist, ist nicht für dunkle Spelunken gemacht, sondern eher für das große Stadion. [...] „... für den Hörer ist es einfach nur spannend. Eine unbedingte Empfehlung ...“
(fairaudio.de / Nov 2012)
„[...] Lust und Leid liegen hier eng beieinander. Lust – wie lustvolles Musizieren. Leid – wie der Jammer, dass auch diese CD irgendwann ihr Ende findet. „ACID“ braucht wenig Worte, sondern gute Boxen.“ (Jörg Konrad / Jazzpodium / Okt 2012)

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